Posts Tagged ‘Vergangenheit’

Lange ist mein letzter Blog-Beitrag her. Ich war in der letzten Zeit sehr beschäftigt im Privatleben sowie auch Geschäftlich und ich war nicht wirklich in Stimmung Blog-Artikel zu schreiben. Sorry. Trotzdem…

Ich wünsche Euch ganz schöne Festtage und einen guten Rutsch in das Jahr 2016.

Und vielleicht packt mich im Jahr 2016 das Fieber wieder zu schreiben. Stoff gäbe es genug! ;)

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Marius aus Berlin hat mit über 147 Frauen geschlafen und hat immer noch nicht begriffen was Liebe ist, mal ganz davon abgesehen, dass er wohl noch nie etwas von Geschlechtskrankheiten, Aids und Respekt gegenüber Frauen gehört hat. Trotzdem hat mich sein Blog-Artikel beschäftigt, denn in meinen Entwürfen befindet seit längerem einen Artikel, der ein ähnliches Thema hatte.

Im Bett, I love you!

Quelle: rgbstock.com (Brainloc)

Original-Titel des Artikels: Wenn man/n schon (fast) alles erlebt hat…

Das wird mir immer wieder klar, vor allem wenn andere die Zeit geniessen & Spass haben. Arbeitskollegen kommen aus den Ferien zurück, schwärmen über das tolle Hotel, über das tolle Essen & Co. Kollegen erzählen mir über den tollen Ausgang, den ONS und der tollen Sex den sie hatten – oder wie sich frisch verliebt haben oder wie toll doch ihre Beziehung sei. Gerne lasse ich mich dann auch anstecken von diesen Erzählungen, trinke ein Kaffee mit ihnen und freue mich (… für sie). Doch in „Wirklichkeit“ habe dafür nur ein kleines Lächeln übrig.

Ich hatte mit meiner Traumfrau(*) eine sehr lange und schöne Beziehung, hatte andere schöne langjährige Beziehungen, Versuche mit offenen Beziehungen und sexuell habe ich wohl schon (fast) so alles ausprobiert was man so ausprobieren kann. Von den Träumen der meisten Männer wie einem Dreier, Analsex, Frauen welche Dich so nass machen, dass man nachher das Bett tagelang austrocknen muss – und ja, ich habe auch schon eine Frau auf ihren Wunsch angepi**t. Was fehlt noch? Wüstes Rudelbumsen, Swinger-Clubs, Fetisch Partys und BDSM Erfahrung, gekauften Sex, Filmreifen Sex mit einem „Pornostar“ und schlechten Sex mit einem Model und da wäre noch das Erlebnis mit einer prominenten Dame… Ok, die 147 habe ich (noch?) nicht erreicht aber das ist auch keines meiner Lebensziele, denn bekanntlich ist Qualität wichtiger als Quantität.

Reisen? Ferien auf den Malediven im fünf oder sechs Sterne Hotel? Gähn. So langweilig. Dann lieber auf Mauritius da kann man wenigstens noch etwas machen und nicht nur trinke, essen und Sex haben. Wenn ich mir eine Stadt anschauen will/wollte, dann bin ich ins Flugzeug gestiegen und habe es gemacht, hatten wir Lust auf ein Wiener-Schnitzel sind wir ein Tag nach Wien geflogen anstatt wie „normale Menschen“ in die Wiener-Stube um die Ecke zu gehen. Kaltes Wetter in der Schweiz? Ab in die Sonne & Strand! Das würde sich beliebig fortsetzen lassen mit weiteren dekadenten Beispielen…

Jobmässig ist auch alles erreicht, was ich mir damals als kleiner Junge erträumt habe. Hobby zum Beruf gemacht, mich Selbständig gemacht, Chef in der eigene Firma und ich gehe (fast) jeden Tag gerne zur Arbeit.

Jetzt fehlt nur noch das Haus & die Familie? Falsch. Ich habe mich bewusst gegen Kinder entschieden, es wird keine kleine Micha’s geben und ein Haus gibt nur Arbeit und dem Gärtner & Co. würde ich nicht vertrauen ;) Und es verträgt sich schlecht mit meinen Plänen aus der kalten Schweiz bald zu verschwinden und in ein wärmeres Land auszuwandern.

Und so stellt sich wie bei Marius dann irgendwann mal die Frage, was kommt noch? Seine Nummer 148 ist im Moment seine grosse Liebe oder besser gesagt, er hat tollen Sex mit ihr, irgendwann wird wohl auch das vorbei sein und dann kommt „einfach“ die 149.

Oder anders gefragt, muss immer noch mehr kommen oder sollten wir nicht einfach zufrieden sein mit dem was wir schon habe? Da kommt mir doch gerade das Märchen Hans im Glück in den Sinn…

… to be continued!

 

(*) Der Artikel über diese Beziehung liegt in meinen Entwürfen. Irgendwann kommt dieser auch noch online…

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Vor fast 5 Jahren habe ich meinen ersten Artikel in diesem Singlebuch veröffentlicht. Unterdessen ist viel passiert. Ich habe für eine Zeitung in der Schweiz Kolumnen geschrieben, hatte währen der Singlebuch-Zeit die eine oder andere Beziehung – in verschiedenster Form. Habe das „Single“-Leben genossen und die verschiedensten sexuellen Abenteuer und Eskapaden erlebt.

In den letzen Monaten war es hier still. Ich gehe gegen auf die 40 zu und mein Körper hat mir das die letzen drei Monate schmerzlich zu spüren gegeben. Zwei „halb-offenen“ Beziehungen und Freundschaften+ in verschiedenen Länder, etc.

Es wird Zeit…

Pause Knopf Fernbedienung

Quelle: sxc.hu (MaRmARk0)

… ein Pause zu machen. Aus den Zwei wurde eine Beziehung, welche in den letzten Monaten immer mehr gewachsen ist. Ja. Micha lebt aktuell in einer klassischen monogamen Beziehung+. Obwohl, so klassisch ist die wohl nicht, denn zwischendurch gönnen ich mir & wir zusammen gerne einen weiblichen Lekerbissen ;)

Das Interview aus dem Fun Factory Store & die Story aus Berlin liefere ich noch nach, auch gibt es noch tolle Artikel im Entwurf wie z.B. Grosser Schwanz = grosses Ego?, Regeln in einer offenen Beziehung, 6-Tag: Zuviel des Guten? Sex, Bondage, Dreier…, Wann wird es Liebe?, etc. Die kommen noch, wenn es wieder dunkel & kalt draussen ist.

In diesem Sinne:

Shutdown your Display, don’t waste your Time in the virtual World!

Ich wünsche Euch einen ganz schönen Sommer!
Micha

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Mann mit Brille / Nachdenklich

Quelle: rgbstock.com (Duchesssa)

Vor längerer Zeit schon einmal gehört, jetzt durch den FB-Post von meinem Blogger-Kollege Jeremy (… welcher sich im Moment auf einer langen Asienreise befindet) wiederentdeckt. Hört es Euch an, mein Senf dazu gibt es am Ende ;)

 

 

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn´s um Selbstbetrug geht.
Bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben stehe.
Bin ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinstem was reissen,
lass mich begeistern für Leichtsinn – wenn ein anderer ihn lebt.

Und ich denke zu viel nach.
Ich warte zu viel ab.
Ich nehme mir zu viel vor –
und ich mach davon zu wenig.

Ich halte mich zu oft zurück –
ich zweifel alles an,
ich wäre gerne klug,
allein das ist ziemlich dämlich.

Ich würde gern so vieles sagen
aber bleibe meistens still,
weil, wenn ich das alles sagen würde,
wär das viel zu viel.

Ich würde gern so vieles tun,
meine Liste ist so lang,
aber ich werde eh nie alles schaffen –
also fange ich gar nicht an.
Stattdessen hänge ich planlos vorm Smartphone,
warte bloss auf den nächsten Freitag.
Ach, das mach ich später,
ist die Baseline meines Alltags.

Ich bin so furchtbar faul
wie ein Kieselstein am Meeresgrund.
Ich bin so furchtbar faul,
mein Patronus ist ein Schweinehund.

Mein Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin, das spare ich immer –
falls ich´s nochmal brauch.

Und eines Tages, Baby, werde ich alt sein. Oh Baby, werde ich alt sein
und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.

Und Du? Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester
die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und Ende Dezember stellst Du fest, das du Recht hast,
wenn Du sagst, dass Du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.

Dabei sollte für Dich 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden.
Du wolltest abnehmen,
früher aufstehen,
öfter rausgehen,
mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehen,
für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen.
Aber so wie jedes Jahr,
obwohl Du nicht damit gerechnet hast,
kam Dir wieder mal dieser Alltag dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer,
niemand ruft uns auf.
Unser Dopamin das sparen wir immer,
falls wir´s nochmal brauchen.

Und wir sind jung und haben viel Zeit.
Warum sollen wir was riskieren,
wir wollen doch keine Fehler machen,
wollen auch nichts verlieren.

Und es bleibt soviel zu tun,
unsere Listen bleiben lang
und so geht Tag für Tag
ganz still ins unbekannte Land.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein,
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können
und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden,
traurige Konjunktive sein wie

“Ein mal bin ich fast einen Marathon gelaufen
und hätte fast die Buddenbrooks gelesen
und einmal wäre ich beinah bis die Wolken wieder lila waren noch wach gewesen
und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und gesehen, wir sind die Gleichen,
und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten.”

Werden wir sagen.

Und das wir bloss faul und feige waren,
das werden wir verschweigen,
und uns heimlich wünschen,
noch ein bisschen hier zu bleiben.

Wenn wir dann alt sind
und unsere Tage knapp,
und das wird sowieso passieren,
dann erst werden wir kapieren,
wir hatten nie was zu verlieren –
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.

Also lass uns doch Geschichten schreiben,
die wir später gern erzählen.
Lass uns nachts lange wach bleiben,
auf´s höchste Hausdach der Stadt steigen,
lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen.
Lass uns Feste wie Konfetti schmeissen,
sehen, wie sie zu Boden reisen
und die gefallenen Feste feiern,
bis die Wolken wieder lila sind.
Und lass mal an uns selber glauben,
ist mir egal, ob das verrückt ist,
und wer genau guckt, sieht,
dass Mut auch bloss ein Anagramm von Glück ist.
Und – wer immer wir auch waren –
lass mal werden wer wir sein wollen.
Wir haben schon viel zu lang gewartet,
lass mal Dopamin vergeuden.

“Der Sinn des Lebens ist leben”,
das hat schon Casper gesagt,
“let´s make the most of the night”,
das hat schon Kesha gesagt.
Lass uns möglichst viele Fehler machen,
und möglichst viel aus ihnen lernen.
Lass uns jetzt schon Gutes sähen,
dass wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun,
weil wir können – und nicht müssen.
Weil jetzt sind wir jung und lebendig,
und das soll ruhig jeder wissen,
und – unsere Zeit die geht vorbei.
Das wird sowieso passieren
und bis dahin sind wir frei
und es gibt nichts zu verlieren.

Lass uns uns mal demaskieren
und dann sehen, wir sind die Gleichen,
und dann können wir uns ruhig sagen,
dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben, das wir führen wollen,
das können wir selber wählen.

Also los, schreiben wir Geschichten,
die wir später gern erzählen.

Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind.

Slam von Julia Engelmann, Transkript von Ben & Johannes

***

Danke Julia, wie recht Du nur hast! Passend dazu ist Julia’s Slam „Angst„. Denn was hindert uns die Menschen einfach das zu tun, was sie gerne möchten? Man möchte Gesellschaftlich in der „Norm“ sein (… kein Aussenseiter sein), in Sicherheit seit und nicht alleine sein (… denn das kann sehr schnell passieren, wenn man „anders“ ist).

Scheiss drauf!

Tue auf was Du Lust hast (… solange Du niemanden damit wehtust), geniesse Dein Leben solange Du noch kannst und lass Dich davon nicht abringen von „Freunde“ welche Dir sagen: „Aber…„, „Bist Du Dir sicher…“ oder „… glaubst Du das ist eine gute Idee?“ – die sind alle nur neidisch auf Dich, denn nicht viele haben die Eier so zu leben.

Und genau darum werde ich in 1.5 Monaten auch wieder sechs Monate aus der „kalten Schweiz“ verschwinden – um zu LEBEN!

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Das letzte Jahr habe ich die Tradition gebrochen wegen einem Mix zwischen Zeitmangel und keine Lust. Mein letzte Rückblick war im vorletzten Jahr 2011. Dieses Jahr ist er wieder zurück. Mein persönlicher Rückblick auf das Jahr 2013. E voila!

Rückblick 2013

Quelle: sxc.hu (Camuna)

Was hast Du 2013 zum ersten Mal getan?
Einen Frau verletzt zu haben, im vollen Bewusstsein, das zu tun… :/

Was hast Du 2013 nach langer Zeit wieder getan?
Ich bin umgezogen in die Nachbars-Stadt

Was hast Du 2013 nie getan?
Zu wenig Wellness, Entspannung und Ruhe gefunden für mich selbst…

Dein Un-Wort/Satz des Jahres?
Privat:  Täterschutz, Stichwort: Kuscheljustiz
Beruflich:  Nur „Ok“ als Antwort zu bekommen

Hast Du zugenommen oder abgenommen?
In Belgrad +3kg, in der Schweiz -3kg

Deine Stadt des Jahres?
Natürlich Belgrad aber auch Berlin hat mich fasziniert

Anzahl Alkoholexzesse?
1/2 in den Ferien

Haare länger oder kürzer?
Gleicher Stand wie vorher, jedoch im Moment in Schwarz

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Weitsichtiger

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr ausgegeben privat, mehr investiert Business-technisch

Höchste Handyrechnung?
Um die CHF 100.- (neues Abo, Sunrise NOW)

Krankenhausbesuche?
Nein

Verliebt?
2x geliebt zur selben Zeit, 1x wieder getrennt… Kompliziert ;)

Getränk des Jahres?
Pivo (Bier)

Essen des Jahres?
Fleisch (vor allem Steak’s)

Most called persons?
Meine Eltern, die anderen brauchen nur noch Whatsapp & Co. ;)

Die schönste Zeit verbracht mit?
Frauen

Die meiste Zeit verbracht mit?
Frauen & Office

Song des Jahres?
Christina Stürmer, Auf Und Davon

CD des Jahres?
Selbe Antwort wie in den letzten Jahren. Ich kaufe keine CD’s mehr!

Buch des Jahres?
Privat: Das Gutachten, Business: Nicht gekauft hat er schon

Film des Jahres?
Dead Man Down, der einzige Film wo ich mich noch daran erinnern kann…

TV-Serie des Jahres?
Hawaii Five-O, C.S.I, Discovery-Channel „Survival“

Erkenntnis des Jahres?
„Weak people revenge. Strong people forgive. Intelligent people ignore!“

Drei Dinge auf die ich gut hätte Verzichten können?
Diverse sexuelle Eskapaden, der Umzug in die neue Wohnung & versetzt zu werden

Nachbar des Jahres?
Die „Hexe“ in der neuen Wohnsiedlung, bei ihr fängt der Sonntag schon Freitagsabend an?!

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Neues Marketingkonzept für meine Firma & Person

Schlimmstes Ereignis?
Die Trennung von S.

Schönstes Ereignis?
Akzeptiert und Verstanden zu werden von „fremden“ Menschen

2013 war mit einem Wort?
Emotional

Mein Bild des Jahres?
Stimmungsbild zu meinem 2013, aufgenommen in den Ferien in Belek

Meine Vorsätze für 2013?
Immer noch kein iPhone, iPad  & neue Spielkonsole zu kaufen. Privat zur Ruhe zu kommen und geschäftlich Erfolg zu haben.

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Micha ist zurück aus der Sommerpause. Dafür sind auch die ganzen Menschen wieder in der Stadt (… dabei war es so friedlich in den letzen paar Wochen) und noch viel viel mehr Menschen das letzte Weekend an der Streeparade 2013.

Streetparade / Besoffene & dumme Leute

Quelle: flickr (Nick King)

Das Motto? Irrelevant, denn es geht seit ein paar Jahren nur noch um:

  • Saufen
  • … noch mehr saufen
  • … blöd tun
  • … und noch mehr saufen
  • … und Sex

Mal abgesehen von den ganzen Gewaltexzessen, welche durch den Alkohol verursacht werden. Wir waren erst ab 17 Uhr in der Stadt. In der ersten Ecke schon eine Alkohol Leichen. Überall Sirenen. Weiter vorne die erste Schlägerei. Scherben auf dem Boden, Abfall überall… und es hat ja erst angefangen. Wir haben uns ins Seefeld verzogen, haben dort ein paar lecker Drinks geschlürft und sind danach spontan im Kino gelandet. Später habe ich mich doch noch kurz in die Massen geschmissen. Ich musste mich überzeugen, dass es wirklich jedes Jahr schlimmer wird. Meine Befürchtungen wurden übertroffen.

Die Streetparade ist zur Fasnacht mutiert. Zum Volksfest und hat genau mit dessen Krankheiten zu kämpfen. In meiner alten Zeit waren es 80% Teilnehmer und 20% Gaffer und das blieb auch viele Jahre so. Unterdessen ist es genau umgekehrt oder sogar noch schlimmer, denn dadurch das die Lovemobiles Eintritte verkaufen (… das war verpönt damals) infiltrierte das „normale Volk“ sogar die Parade selbst.

Hauptsache viel Bein, & Brust. Das scheint das Motto der Frauen zu sein. Die selben Kleider, der selbe Style. Die Läden voll mit den selben Artikel. 100x das selbe Top, 1000x der selbe BH (… mit diesen Nieten dran, CHF 19.90) und die schwarzen Hotpants dazu (… auch bei Frauen, welche das definitiv NICHT anziehen sollten). Der Sinn dahinter? Hauptsache man wird beachtet. Oder besser gesagt: Beglotzt. Man lässt sich betatschen und geniest das auch noch. Kein Respekt und kein Selbstwertgefühl mehr. Teils der Jugend verwechselt das Ficken wohl mit Liebe. Und für das herumficken gibt es vielleicht kurze (falsche) Anerkennung – einfach nur tragisch.

Es war ja nicht so, dass es damals keine nackte Haut gab, im Gegenteil. Aber es war etwas persönliches, es hatte Style. Mann und Frau hat sich Mühe gegeben, Monate vorher alles gekauft, sich geschminkt, sich mit der Wagen-Crew abgesprochen und hatte nur die Chance auf einen Truck zu kommen mit Vitamin B. Das sieht man nur noch bei den wenigsten Mobiles. Schade. Kommerz überall. Nicht so wie früher z.B. die Raves im Gugelmann Areal in Roggwil!

So. Genug gemotzt. Aber es musste wieder einmal sein! Um zwei Uhr war ich dann zu Hause… war für ein Abend. Das nächste Jahr werde ich schauen, dass ich wieder im Ausland bin… Und das nächste Mal, gibt es hier wieder etwas über Sex & Beziehungen zu lesen. Versprochen! ;)

Aus dieser „alten Zeit“ gibt es ein Foto von mir. Geschminkt, mit lange Haare (Pippi-Langstrumpf Zöpfchen), Leuchtweste und Nuggi – wer liebt fragt, bekommt diese Rarität vielleicht sogar zu sehen ;)

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Zu meinem & Katjas Abschied hatten wir noch ein Abschluss-Interview, welches heute im Zürcher Tagblatt zu lesen ist. Natürlich möchte ich Euch das nicht vorenthalten, gespickt mit Links zu den passenden Storys hier auf dem Blog – denn es waren nicht alle davon in der Zeitung ;)

Micha Bitano &  Katja Bienek

Mit ihren Single-Abenteuern haben sie die «Tagblatt»-Leser amüsiert, aber auch verärgert. Katja Bienek und Micha Bitano erzählten von gutem Sex und schlechten Flirts, und dies, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Nun ist die Zeit für sie gekommen, dieses Kapitel zu schliessen. Haben sie die wahre Liebe gefunden? Hat sich das Suchen gelohnt? Katja und Micha ziehen Bilanz.

Tagblatt der Stadt Zürich: Katja Bienek, Micha Bitano, wieso verabschiedet ihr euch vom Single-Tagebuch?

Katja Bienek: Früher hatte ich Stoff in Hülle und Fülle, doch jetzt bin ich ruhiger geworden. Ich habe nicht mehr das Bedürfnis, mir die Nächte in Clubs um die Ohren zu schlagen. Ausserdem habe ich jetzt einen Freund, einen gebürtigen Hamburger.

Micha Bitano: Mein Leben hat sich immer mehr nach Belgrad verlagert, wo ich auch arbeite. Dort habe ich entdeckt, wie kalt viele Schweizer Frauen eigentlich sind. Zürich (… die Schweiz) ist wie tot. Ich frage mich ernsthaft: Wie gehen Männer und Frauen hier nur miteinander um? Es wurde schwierig, darüber zu schreiben.

Wie gehen denn Frauen und Männer hier miteinander um?

Bitano: Die Menschen denken zu viel nach. Seh ich gut aus? Habe ich etwas Falsches gesagt? Die Gelassenheit geht verloren, und vor allem fehlt die Freude an den spontanen Gesten. Wenn ich in Zürich einer Frau die Tür aufhalte, würdigt sie das kaum. Oder wenn ich jemanden im Tram anlächle, bin ich gleich ein Psychopath. In Osteuropa ist die Frau eben noch Frau, sie lässt sich gerne verführen. Und: Sie sieht immer chic.

Sind andere Nationalitäten auch beim Sex besser?

Bienek: Nein, es gibt überall gute und schlechte Liebhaber.

Was läuft denn in Zürich schief?

Bienek: Die Emanzipation ist so stark, dass der Schuss nach hinten losgeht. Da lassen sich Frauen die Achselhaare wachsen, behaupten dabei, sie müssten keinem Mann gefallen, und jammern dann aber trotzdem, wenn sie niemand attraktiv findet. Ich bin dankbar für jeden Mann, der mir nachschaut.

Das waren in deiner Zeit als Kolumnistin nicht wenige. Was braucht ein Mann, um Katja Bienek zu überzeugen?

Bienek: Er muss wissen, wer er ist, ein eigenes Leben haben und nicht versuchen, mir immer alles recht zu machen. Er soll mich auch mal packen und aufs Bett schmeissen.

Bitano: Ja, klassische Rollenbilder finde ich auch gut. Eine Ex-Partnerin von mir war im Job so erfolgreich, dass sie zum Mann mutierte. Aber ich brauche keinen Mann im Bett. Ich mag es, wenn sich die Frau verführen lässt, ohne grosses Wenn und Aber.

Hast du Frauen immer aktiv gesucht?

Bitano: Ja, ich ging zum Beispiel auf Onlineplattformen und merkte plötzlich: Viele wollen Sex mit mir, ich komme gut an. Es gab auch schon Ménages-à-trois und mehr. Dieses Selbstbewusstsein habe ich auch durch den Erfolg im Job entwickelt. Meine Mutter sagt sogar: «Pass auf, dass du nicht abhebst!»

Bienek: Ich dachte immer, ich sei wild, aber im Vergleich zu Micha bin ich ja harmlos!

War das immer schon so? Katja die Brave und Micha der Draufgänger? Ihr kennt euch ja auch privat . . .

Bienek: Überhaupt nicht, daran bin ich schuld! Als ich Micha kennen lernte, war er extrem kontrolliert. Wenn er sich nicht vorstellen konnte, mit einer Frau eine Familie zu gründen, passierte einfach gar nichts. Ich habe ihm dieses Sicherheitsdenken ausgetrieben. Mein Motto ist nämlich: «Eines Tages wirst du nicht bereuen, was du gemacht hast, sondern das, was du nicht versucht hast.»

Hat es Micha bei dir versucht?

Bienek: Nein, wir passen nicht zueinander. Er suchte eine Begleitung für die Ferien und hat mich von 73 Bewerbern ausgewählt. Aus der Woche in Hurghada (Karin = Katja) ist unsere Freundschaft entstanden.

War euer Single-Verhalten ähnlich?

Bitano: Meistens nicht. Ich hatte mehrere Affären parallel. Zeitweise waren es so viele, dass ich angeschriebene Bettwäsche für jede hatte. Ich habe die Frauen online gezielt angeschrieben.

Bienek: Ich habe mich treiben lassen, liess es auf mich zukommen. Online war ich nur einmal, und da musste ich Männer psychologisch unterstützen. Meine One-Night-Stands habe ich immer im realen Leben getroffen. Und wollte sie danach meistens auch nicht wiedersehen.

Wart ihr jemals verzweifelt?

Bienek: Ja, manchmal sagte ich mir: Schluss mit den Männern, ich werde lesbisch. Doch das könnte ich nie.

Bitano: Nein, ich habe die Hoffnung nie aufgegeben.

Einige Leser regten sich über die Kolumnen auf. Wie steht ihr dazu?

Bienek: Ich habe mein Leben so gelebt, wie ich wollte, dazu stehe ich. Dabei wollte ich niemanden verletzen. Es hat Spass gemacht, die Kolumnen zu schreiben, auch wenn sie polarisierten. Denn ich habe ein aufrichtiges Interesse für die Geschlechterthematik entwickelt.

Bitano: Die Vorwürfe, ich führe ein belangloses Leben, haben mich verletzt. Doch ansonsten bekam ich gute Reaktionen, auch wenn einige meinten, ich sei zu sachlich. Wenn es mir schlecht geht, entblösse ich mich nun mal nicht gerne.

Ist 2013 das Jahr der grossen Liebe?

Bienek: Heiraten kommt für mich nicht infrage, aber für eine langjährige Beziehung bin ich bereit. Mein jetziger Partner hat mich endlich nicht wie ein Goldfisch ins Aquarium gesteckt. Mit einem Mann, der mir immer am Rockzipfel hängt, halte ich es nicht aus.

Bitano: Da stimme ich zu. Wenn zwei Personen verschmelzen, entsteht Abhängigkeit, das ist nicht gut. Ich glaube ohnehin nicht an klassische Beziehungen. Eine Frau lieben auf lange Zeit gerne, aber beim Sex braucht es irgendwann Abwechslung. Das weiss meine Freundin und sieht das ähnlich.

Wie lange haltet ihr es ohne Sex aus?

Bienek: Das können auch zwei, drei Monate sein. Das ist mir wurst.

Bitano: Zwei, maximal drei Wochen, danach werde ich zappelig.

Interview Clarissa Rohrbach, Tagblatt der Stadt Zürich.

Wie angekündigt geht es hier auf meinem Blog weiter… bis bald!

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