Posts Tagged ‘Zürich’

Zürich Girls

Quelle: sxc.hu (African_Fi)

Eine meiner Kolumne vor einem Jahr war „Böses Zürich & Zürcherinnen“. Geändert hat sich nichts, fast nichts. Ich habe damals geschrieben, dass ich nicht resignieren werde und trotzdem Frauen ansprechen werde. Das hat sich geändert. Seit ein paar Monaten habe auch ich die Schnauze gestrichen voll.

Vor ein paar Tagen lief auf 3sat eine Doku über Ausländerinnen, welche sich seit langem in die Schweiz integriert haben. Zitat:

An was ich mich immer noch nicht gewöhnt habe, sind die Frauen hier. Sie sind schön, sie haben einen guten Job, Geld und Sicherheit – aber sie sind so verschlossen! Wo ist ihre Lebensfreude, ihr lächeln? Sie haben doch alles!

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Was soll dieses arroganten und unfreundlichen Getue? Dieses griesgrämige „in die Welt herein schauen“? Ich höre den Aufschrei jetzt schon.

Micha, versteh doch – wir müssen uns „wehren“. Egal wo wir hingehen werden wir mit blöden Sprüchen angemacht!

Ach ja? Wirklich? Ich kann Euch auch sagen warum, weil ihr fast alle anständigen Männer (auch Alpha-Softies genannt) schon vergrault habt, diese nun resigniert haben oder eine „Ausländerin“ als Partnerin haben. Und liebe ZH-Frauen, erspart mir bitte die Kommentare „Wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es auch zurück!“ – denn mehr als lächeln und freundlich sein, kann man(n) nicht.

So, ich habe fertig! Danke an Dave für den Anstoss – es musste wieder einmal sein.

PS: Meine Single-Kolumne Kollegin Katja Bienek hat heute im Tagblatt Zürich einen weiteren grossen Auftritt. Das Interview „Der frechste Zürcher Single“ findet Ihr hier (oder das PDF).

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Bett im Dachstock

Der Wohnungsmarkt in der Stadt Zürich ist ausgetrocknet und es gibt fast keine freien Wohnungen mehr – und manchmal passieren bei Wohnungsbesichtigungen dann ganz lustige Sachen. Gehört am Nebentisch beim gestrigen Abendessen mit einer Kollegin. Sätze wie: „Nicht so laut… müssen nicht alle hören!“ erwecken natürlich meine sofortige und volle Aufmerksamkeit und wenn es dann noch zwei hübsche Frauen sind, sowieso!

„Hey, das glaubst Du gar nicht was mir vor ein paar Woche passiert ist. Ich hatte einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung. Da war niemand. Habe schon gedacht: Scheisse, schon wieder ein Termin für nichts. Kaum habe ich das gedacht, kam da so ein Typ zum Eingang. Der war super süss! Ein paar Minuten später stand ich in seiner Wohnung – er war mein Termin. Voll Glück gehabt, dachte ich. Die Wohnung war voll Assi. Ein Riesenchaos. Er macht irgendwas mit Fotos und war DJ. Sonst war sie nicht schlecht. Altbau, Dachstock, mit einem kleiner Balkon. Dann fragt er mich, ob ich was zu trinken möchte. Ja, klar. Er kam mit zwei Bier. Es paar Stunden später war ich immer noch bei dem. Wir hatten gute Gespräche und irgendwie ist es dann passiert. Hey Manu, ich habe mit dem Typ geschlafen!“

„Spinnst Du!“ kommt von der Kollegin zurück. „Du kennst denn ja gar nicht?!“. „Ich weiss, aber es ist halt einfach passiert! Und weisst Du was? Es hat geklappt mit der Wohnung!“.

Hmm. Vielleicht sollte ich auch auf Wohnungssuche gehen! ;)

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Tata. Das zweite Türchen ist geöffnet. Thema heute: Zürich, die perfekte Stadt – aber Horror für Singles.

Zürich, so kalt wie Eiszapfen!

Quelle: sxc.hu (Mattox)

Als ich das zweite Mal eine längere Zeit in Belgrad war, hatte ich danach so einen Frust, dass ich einen Artikel mit dem Thema „Die perfekte Schweiz. Perfekt, aber tot!“ geschrieben habe. Diesen habe ich aber nie veröffentlicht aus einem persönlichen Grund (*).

Ein Auszug daraus:

… wieder zurück, in die Kälte (… und ich meine damit nicht das Wetter), in die perfekt organisierte, durchstrukturierte, geplante und verplante Schweiz.

Jeder der in Zürich (… und das gilt auch für andere grosse Städte der Schweiz) unterwegs war hat es schon erlebt. Unfreundliches Verkaufspersonal, schlechter Service und Essen im Restaurant, böse Zürcherinnen und Verbote um Verbote. Warum erzähle ich Euch das? Weil ich die ganze letzte Woche einen Gast bei mir hatte und ich ihr Zürich & Co. gezeigt habe.

Ihr Eindruck? Perfekt, sauber, alles pünktlich und die Stadt „duftet“ lecker (… das habe ich noch nie gerochen – ich werde mich mehr darauf achten *g*). ABER… eine der ersten Fragen war. Wie flirtet ihr hier? Merke ich das nicht oder ist da nichts?!  Die zweite Antwort wäre wohl in den meisten Fällen die Richtige. Der selben Meinung sind auch viel Menschen auf Tripvisor & Co. Die Stadt sei „boring“.

Aber oh Wunder. Was passierte ein paar Stunden später? Die Menschen fingen mit uns an zu reden! Das Pärchen vom Nachbartisch, die Verkäuferin, Passanten im Bahnhof – wir wurden sogar angesprochen. Was war passiert? Ich war erschrocken… so kenne ich Zürich selten! Das Rätsels Lösung? Meine Begleiterin und ich waren die ganze Zeit am herumgrinsen und am herumschauen, haben die Leute angeschaut und angelächelt. Oh Wunder… die Kommunikation ist nur im Tiefschlaf – leben tut sie noch!

Bravo! Lasst Euch auch anstecken davon… so gefällt mir Zürich wieder! ;)

PS: Der Abend im Ausgang war dann wieder ernüchtern. Sinnlos teuer, unfreundlich und sehr sehr Single unfreundlich. Da nützt auch das ganze nett sein & herumgrinsen nichts mehr. Manchmal habe ich das Gefühl, diese Menschen sind innerlich tot und gehen nur noch aus, weil sie müssen… man hat ja sonst nichts zu erzählen am Montag.

(*) Update 2012: Jetzt doch veröffentlicht…

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