Posts Tagged ‘Arbeit’

Gier: Auf Genuss und Befriedigung, Besitz und Erfüllung von Wünschen gerichtetes, heftiges, massloses Verlangen; ungezügelte Begierde…

Sexy Lady mit Geld

Heute einmal wieder einen Artikel in eigener Sache. In letzter Zeit häufen sich die Anfragen in meiner Mailbox für Sponsoring oder sog. Gast-Beitrage. Beim ersten geht es darum, dass man mir versucht irgendetwas schmackhaft zu machen, um es dann (natürlich positiv) auf meinem Blog zu veröffentlichen. In die zweite Kategorie fallen die SEO-Texte (Texte die eigentlich „Blödsinn“ sind, jedoch mit Keywords gespickt sind) von Marketing-Agenturen oder vom Anbieter selbst.

Warum ist das so? Weil mein Blog unterdessen eine relativ grosse Reichweite erreicht hat und bei Google & Co. gut gefunden & angezeigt wird.

Aktuelle Top-Positionen sind z.B.

Das zieht verschiedenste Anbieter an. Das sieht man auch bei Blogger-Kollegen wie z.B. tkkg.ch. Aus einem Single-Blog wurde DER ein Schweizer Reiseblog. Auch er hat sich darüber Gedanken gemacht. Die Inhalte immer noch spannend, jedoch gespickt mit gesponserten Reisen, Einladungen von Ländern – welche Menschenrechte mit den Füssen treten und ein gutes Marketing haben wollen. Für meinen Geschmack ist das letzte an der Grenze. Über diese Grenze hinaus gegangen ist die Dame Chic & Schlau. Ihr Blog würde ich schon lange nicht mehr lesen anschauen, wären da nicht die spassigen & blöden Ideen – welche sie immer Mal wieder fotografisch festhält ;) Alles andere ist nur noch Komerz.

Also was tun mit diesen Anfragen? SEO-Texte lehne ich grundsätzlich ab. Auf mein Blog kommt nichts, was ich nicht selbst geschrieben habe (ausgenommen sind natürlich richtige Gast-Beiträge)!

Kostenlose Premium Zugänge für Single-Websites, Single-Portale, Erotik und Dating-Portale, etc. nehme ich jedoch gerne an zum testen. Es muss dem Anbieter jedoch klar sein, dass ich nicht das schreibe, was er sich wünscht – sondern das, was meine realen Erfahrungen damit sind (… und das muss nicht immer positiv sein).

„Nur Werbung“ will ich keine haben. Auf meinen Blog kommen keine Werbemittel (… obwohl man nach den vorhanden Angeboten gutes Geld verdienen könnte!).

Für was ich offen bin? Siehe oben. Dann suche ich noch einen Sponsor für meine Sextoy-Tests (… gerne immer zwei Exemplare) und gegen Wellness oder Single-Ferien Angebote habe ich auch nichts einzuwenden (… aber auch hier gilt, es wird mein Artikel & meine Geschichte).

Grundsätzlich gilt: Dieser Blog ist ein Hobby und soll auch eines bleiben! In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Leser/innen einen ganz schönen Sonntag ;)

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Der 5. Dezember, die fünfte Türe vom Adventskalender und was mich im Moment bewegt.

Frustrierter Mann

Quelle: sxc.hu (Dyet)

Ich könnte im Moment schreien und die Faust in die Wand schlagen. Es läuft im Moment nicht gerade so, wie ich das gerne habe. Unkompliziert, schnell, sauber, ohne Probleme und am Schluss erfolgreich. Nein, ich meine nicht mein Privatleben, da ist alles in Ordnung.

Neue Firma, neues Team, andere Mentalität, viel Geduld. Letzter Punkt, ein wunder Punkt bei mir. Ich hasse es, wenn jemand nicht begreift. Seinen Job nicht beherrscht, langsam ist oder „falsch“ denkt (… natürlich von mir aus gesehen und meiner langen Erfahrung).

Aber ich weiss…

  • … es ist nicht gesund sich so aufzuregen und es bringt nichts
    (… und trotzdem tue ich es)
  • … das ich mich selbst nicht als „Standard“ sehen kann/darf für andere
    Menschen (… es begreifen nicht alle so schnell)
  • … ich nicht wirklich Teamfähig bin und ein Autoritätsproblem habe
    (… darum bin ich Chef – manchmal ein ganz mühsamer)
  • … das ich mehr auf meinen Körper hören sollte, als auf meinen Verstand
    (… er wird sich sonst wieder rächen)
  • … aber auch, dass ich trotzdem erfolgreich sein werde mit der neuen
    Firma! (… mit viel Blut & Schweiss geht alles)

Mein Fazit daraus: Ich brauche Ferien. Dringend!

Mein zweites Fazit daraus: Eine Stellvertretung mit dem selben Know-How wäre nicht schlecht. Hmm. Wie weit waren die Amis schon mit dem Klonen?!

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Das Abenteuer Leben…

Frau Doktor

Quelle: sxc.hu (ZoofyTheJi)

Tata! Es gibt mich noch. Zwar nicht ganz 100% in Ordnung, aber ich bin noch da. Im Moment lebe ich wieder in Belgrad. Ein richtiges Abenteuer. Nicht nur was die Frauen (… welche ich hier definitiv nicht verstehe), die Arbeit (… viel zu tun) und die Stadt (… gefällt mir immer noch) angeht – sondern auch vieles andere. Unterdessen bin ich doch schon ein paar Monate hier und habe das eine oder andere beobachtet und erlebt.

Da wären z.B. das Verhalten der Männer und der Frauen untereinander im Ausgang. Sehr speziell. Es wird getrunken, geredet (… ok, eher weniger, es gibt in den Clubs keine Dezibel-Limits und die DJ mögen es laut), getanzt, geflirtet – aber das richtige Balzverhalten das die Schweizer, die Deutschen, die Östereicher, die Amis, etc. an den Tag legen, existiert hier nicht. Das ganze läuft sehr distanziert ab. Teilweise findet man nicht mal heraus, wer als Paar zusammen ist. „Richtig getrunken“ wird nur in den VIP-Bereichen oder den Edel-Clubs, viele der „normalen Leute“ klammern sich die ganze Nacht an 1-2 Getränke fest (… ein Drink um die CHF 5.00, für mich günstig, für sie teuer), Eintrittspreise zahlt man nicht.

Die schönen und grossen Frauen muss ich hier nicht mehr erwähnen. Die Grösse jedoch fängt mich aber langsam  an zu stören. Sie sind mir manchmal zu gross. Mehr davon folgt in meiner nächste Kolumne. Die Schönheit ist wieder eine andere Sache. Ich habe manchmal das Gefühl, das ganz Belgrad ein Laufsteg ist, denn viele der Frauen schauen weder nach rechts, noch nach links. Egal was man tut, egal wie man schaut/lächelt – oder eben auch nicht. Geradeaus und Marsch – Hauptsache es sieht gut aus… sehr speziell ;)

Dann haben wir noch die  „Mädchen“, welche einen „Sponsor“ suchen (… das nennt sich so hier). Sprich, einen netten Mann der Geld hat, ein fettes Aufo fährt, am besten noch ein Boot hat und eine lockere Kreditkarte hat – dafür gibt es dann Sex & Co. Es gibt einen bestimmte Bar in Belgrad, wo nur dafür bekannt ist. Ein sehr eigenartiges Schauspiel, welches sich da abspielt.

Und was ist mit den Männern? Das ist ein anderes Thema. Ich mache mir im Moment noch ein Bild davon. Von den Frauen habe ich bisher nichts oder fast nichts gutes gehört. Stichworte: Fremdgehen, Gewalt, etc. Ich bleibe dran…

Last but not least. Ich habe mit den lokalen Ärztinnen Bekanntschaft gemacht. Privat sowie auch geschäftlich. Privat hatte ich ein Date mit einer Ärztin, geschäftlich musste ich zu einer. Ich habe eine Angina erwischt und einen Magenvirus und bin nun auf Antibiotika. Die Privatpraxen sind in Ordnung. An das Bar zahlen muss man sich jedoch als Schweizer zuerst gewöhnen. Was jedoch besser ist als in der Schweiz ist, dass man Termine und auch Anfragen per E-Mail machen kann und innerhalb von ein paar Stunden eine Antwort bekommt (7×24/365).

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Pink Hotelbar

Quelle: sxc.hu (EperAgi)

Vor ein paar Tagen, früh am Morgen. Es geht von Belgrad nach Hamburg für ein Meeting. Ich frage mich jedes Mal, warum man Telefon- und Videokonferenzen erfunden hat, aber scheinbar ist das in vielen Köpfen noch nicht angekommen. Also fliege ich halt in der Weltgeschichte herum.

Ein paar Stunden später angekommen, Taxi, Meeting, Mittagessen, Meeting. Einchecken im 5-Stern Hotel. Abendessen mit einem Kollegen. Zurück ins Hotel. Uff. War das ein Tag.

Müde setzte ich mich an die Hotelbar für meinen Feierabend-Drink. Es war schon spät. Ein Pärchen und ich waren die einzigen Gäste. Ich bestellte mir einen Whisky (Singel-Malt, pur) beim Barkeeper und ging den Tag in Gedanken nochmals durch. Versunken darin, nahm ich gar nicht wahr, dass ich unterdessen eine Nachbarin bekommen hatte. Ich schätzte sie auf Mitte dreissig, hübsch, braune Augen, zusammengebunden schwarze Haare im eleganten Hosenanzug. Ein fast leeres Glas Rotwein stand vor ihr und sie schaute mich an. Ein bisschen verwundert erwiderte ich ihren Blick. Sie lächelt mich an, ich zurück. Ein paar Sekunden später kommt sie zu mir und drückt mir eine Schlüsselkarte in die Hand und sagt „Room 353. See you!“.

Also ich habe schon viel erlebt. Aber das übertraf alles. Verdutzt trank ich den letzten Schluck von meinem Whisky aus, ging zur Rezeption, gab die Schlüsselkarte mit dem Kommentar „Gefunden, gute Nacht!“ ab und ging auf mein Zimmer.

Sorry liebe Dame vom Raum 353, im Moment habe ich keine Lust auf eine solche Nacht!

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Kirche Sava in Belgrad

Kirche Sava in Belgrad

Seit genau einer Woche wohne ich nun hier. Nach meinem kurzen Aufenthalt vor knapp zwei Monaten bin ich wieder hier und nun gilt es ernst. Die ersten paar Tage gingen schnell vorbei. Die Wohnung fertig einrichten, das nötigste dazu einkaufen, auspacken und einräumen. Ein grosses DANKE an meine Vermieterin. Sie hat an fast alles gedacht. Getränke, Kaffee, Wein und sonstige Kleinigkeiten wie Toilettenpapier, Servietten, etc. hatte sie schon gekauft.

Danach jagte ein Meeting das andere. Ich mache ja keine Ferien hier sondern will hier eine weitere Firma aufbauen. Dazu wie immer, kein grosse Erzählungen – das hier ist ja kein Wie-gründe-ich-eine-Firma-Blog.

Die ersten paar Tage hatte ich recht Mühe mich zu orientieren und hatte ein wenig Angst mich zu verlaufen, die Stadt ist im Vergleich doch viel grösser als Zürich (zwei Millionen Einwohner). Aber Jelena hat mir immer mehr und mehr gezeigt und dank dem Handy und Google Navigation finde ich mich unterdessen wunderbar zurecht.

Am Samstag war ich das erste Mal unterwegs im Ausgang. Zuerst waren wir lecker essen in einem modernen IN-Restaurant (… für ca. 50 Euro, inkl. Apero, Getränke und Wein), danach etwas trinken und dann ging es um 1 Uhr Nachts weiter. Am ersten Samstag wollte ich mir zuerst einmal die River Boats anschauen. Das sind Schiffe bzw. Plattformen welche hier im Fluss schwimmen und auf welchen der Bär los ist. Es gibt verschiedene Boats = verschiedene Clubs und Musikrichtungen. Vom lokalen Eurodance bis zum Hip Hop ist hier alles zu finden. Nach Jelena wären auf dem Eurodance die meisten Frauen gewesen, leider war dieser Abend Members only (… auch das betteln mit „Ich-bin-Schweizer-Tourist-und-will-hier-rein“ half nichts). Wir waren zuerst auf dem Elekro Boat (Plastic Light), da hatte es aber fast nur Männer (die Frauen mögen hier scheinbar kein Elektro). Das hat mich verwundert, da es 6x mehr Frauen als Männer gibt hier in Serbien – das fällt einem vor alle auf den Strassen auf (viele Männer sind im Krieg gefallen). Hip Hop ist nicht mein Ding, wir sind dann auf dem freestyler Boat gelandet und haben uns einen Tisch ergattert. Kaum hatten wir unser Getränk, ist da ein grosser Serbe mit seinen zwei „Freundinnen“ aufgetaucht. Der Tisch war reserviert aber sie waren nett und haben ihn mit uns geteilt und er meinte „Welcome to Serbia“) Wir sind nicht schlau daraus geworden, ob der da nun einen Dreier mit denen hat oder was auch immer. Sein Handy ist jedenfalls den ganzen Abend auf Hochtouren gelaufen mit SMS von anderen Frauen – die beiden hat das aber nicht gestört. Nach Jelena ist das eben ein Problem mit den Männern hier. Haben sie einen Status und Geld, wollen sie keine Beziehung sondern einfach nur „rumficken“. Da bleibt den intelligenten und Nicht-Tussigen Serbinnen nicht mehr viel übrig… darum sind auch viele mit Ausländer zusammen. Es war ein lustiger Abend, meine Ohren waren danach fast taub – ein Dezibel-Limit kennen die hier nicht. Was es noch zu erwähnen gibt sind die fast halbnackten Tänzerinnen. In der Schweiz würde man diese Hochkant rausschmeissen oder gar nicht angaschieren. Sie hatten nur 2-3 Moves drauf, die meiste Zeit haben sie mit ihren eingeölten Ärschen gewackelt ;)

Was mir sonst noch aufgefallen ist:

  • Es gibt hier keine wirklich dicken Frauen (… am Essen kann es nicht liegen, das ist sehr fettig. Jelena meint: Serbischer Sport = viel Sex)
  • Selten bin ich mir so klein gegenüber Frauen vorgekommen (… nein, es sind nicht nur die Absätze!)
  • Frauen rauchen hier diese „Frauenzigaretten“ (… ist wohl weiblicher – wichtig hier)
  • Anstatt auf den Hundekot auf den Boden zu schauen, lieber nach oben schauen (… da laufen die Klimageräte aus und besauen einem)
  • Das Leben ist für unsere Verhältnisse sehr günstig. Meine 2.5 Zimmer Wohnung kostet inkl. allen Nebenkosten um die 400 Euro in einem der besten Viertel – was teuer für hier ist (… denn ein normaler Durschnittslohn beträgt genau diese 400 Euro)
  • Es ist hier friedlicher und ungefährlicher hier als in der Schweiz. Ich fühle mich hier extrem sicher (… die ganzen gewaltbereiten Jugos sind wohl bei uns in der Schweiz „Hey Mann, was luegsch mi a?!“)
  • Schuhe und Kleider für Männer zu finden gestaltet sich schon fast schwierig (… überall Frauenkleider & Schuhe – woher die Männer nur alle ihre Kleider haben?!)
  • Frauen mögen hier scheinbar keine BH’s und tragen gerne Trainerhosen (… das gibt vor allem wenn es warm ist und sie schwitzen ganz spannende Ausblicke & Cameltoe’s *g*)

Was man hier nicht tun sollte:

  • Ein Auto mieten (es gibt zwar Verkehrsregeln, aber die interessieren hier niemanden gross)
  • Auf den Vortritt auf dem Fussgängerstreifen beharren (siehe der selbe Grund oben)
  • Dem Taxifahrer vertrauen („Please turn on your Taximeter!“)
  • Frauen anquatschen, welche den Freund dabei haben (… das mögen die Männer gar nicht)

Das mit den schönen Frauen wiederhole ich schon gar nicht mehr! ;) Was mir im Moment noch zu schaffen macht ist die Sprache. Ausser ein paar wenigen Floskeln habe ich noch keine Ahnung von der Sprache. Mit Englisch kommt man nicht wirklich durch, nur die Jungen sprechen es. So ist man ein richtiger Aussenseiter, dass ist eine ganz neue Erfahrung für mich und das gefällt mir gar nicht ;/

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Aufbruch zu neuen Ufern

Nein. Ich meinte nicht dieses „andere Ufer“ und bleibe der Frauenwelt natürlich erhalten! ;)

Brücke

Quelle: sxc.hu (Chemtec)

Es ist erst zwei Wochen her, seit ich der Stadt Belgrad und deren Bewohner(innen) begegnet bin. Inzwischen haben sich ein paar Sachen getan & ergeben. Ich habe mich in diese Stadt auf den ersten Moment verliebt. Warum? Ich weiss es nicht genau. Es fühlt sich einfach gut an. Und nein, es lag nicht nur an meinem Date ;)

Aus dem privaten Kontakt mit Jelena hat sich ein Business-Case entwickelt und ich werde bald zwischen Belgrad und Zürich pendeln. Im Moment suche ich mir eine Zweit-Wohnung in Belgrad (natürlich mit lokaler Unterstützung) und werde dort am Anfang sicher 2-3 Wochen pro Monat wohnen & arbeiten.

Gestern Abend wurde mir das erst richtig bewusst. Ich habe gekocht, war auf dem Balkon, das Glas Wein und die Zigi nach dem Essen in der Hand – und mir wurde klar, dass ich diese Wohnung, diese Sicherheit & mein Zuhause bald nicht mehr so viel um mich haben werde… Es durchfuhr mich ein Gefühl: Angst! Ein fremdes Land, eine neue/fremde Wohnung, einem fremde Sprache und fast niemand den ich kenne. Aber nicht nur, denn die Spannung auf das Neue ist grösser als dieses Angstgefühl und etwas Neues im Leben ist immer gut. Vielleicht brauche ich genau diesen Impuls für meinen weiteren Lebensweg. Denn ich glaube nicht an Zufälle. Und so soll es geschehen (… das ist ja schon fast biblisch *g*).

Ende Monat werde ich fliegen. Natürlich werde ich hier weiter schreiben und meine Erlebnisse in Belgrad mit Euch teilen (… wenn es die Zeit zulässt). Ich freue mich jedenfalls… und mein Balkon wird auch drei Wochen ohne mich auskommen ;)

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Wie schon angekündigt, war ich ein paar Tage in Serbien unterwegs. Genauer gesagt in Belgrad und der Umgebung davon. 4 Uhr morgens hat der Wecker geklingelt, was für eine Qual! Es ging zum Flughafen und um 9 Uhr waren wir schon in Belgrad angekommen. Der erste Tag war der geschäftliche Teil der Reise. Abgeholt vom serbischen Geschäftspartner am Flughafen, drei Stunden fahrt nach Niš, am Nachmittag vier Interviews, danach Abendessen & ein paar Drinks, ins Hotel und schlafen. Der nächste Tag war nicht viel interessanter. Lassen wir das einfach und widmen uns dem schöneren Teil der Reise, dem private Teil (… meine Arbeitskollegen flogen zurück, ich blieb noch einen Tag um mir die Stadt anzuschauen).

Frauen in Belgrad

Ich habe im Hotel Villa Kardamera (… auf der Website sieht es hübscher aus, als es in der Realität ist) eingescheckt, welches sehr zentral liegt. Direkt an der „Silicon Valley“, so nennt sich die Hauptader des Belgrader Nachtlebens. Woher kommt dieser Name? Wegen den vielen Frauen, die sich ihren perfekten, ein wenig zu grossen Busen und sinnliche, etwas zu auffällige Lippen gekauft haben und die man hier bewundern kann. Das typische Klischee vom reichen Mann und der attraktiven weiblichen Begleitung sieht man hier. Also der perfekte Ort für mich, um Beobachtungen zwischen Mann & Frau anstellen zu können ;) Nachträglich weiss ich, dass man in Belgrad lieber ein Apartment (… auch nur für einen Tag möglich) mieten sollte, da gibt es mehr für das Geld und bequemer. Und wenn man immer mal wieder da ist, lohnt sich sogar eine Wohnung für das ganze Jahr zu mieten. Für die Mietkosten der Wohnung, bekommt man in Zürich gerade mal einen Parkplatz….

Am Nachmittag habe ich mir die Parkanlage Kalemegdan und die Festung von Belgrad angeschaut. Für uns Touristen eine Attraktion, für die Einheimischen eher eine Trauerstätte (… habe ich mir erklären lassen). Das Ganze war sehr eindrücklich. Vor allem riesengross & sehr gemütlich. Ich habe mit den Park, die Festung und die vielen einheimischen Frauen (… welche da am chillen waren) stundenlange angeschaut ;)

Mein Date am Abend
Hmm. Und was habe ich am Abend gemacht? Wer mich kennt, der weiss es. Natürlich, ich hatte ein Date mit einer Belgraderin. Wir haben uns in einer Bar in der „Silicon Valley“ Strasse getroffen.

17.45 Uhr. „Piep Piep“. SMS. Sie verspätet sich und kommt erst etwa um 18 Uhr. Kein Problem. Also habe ich mir einen leckeren kalten Nescafé bestellt. Ich liebe de (… die mögen den hier auch, wie die Griechen). Ich war gespannt. Nach den Bildern & Infos welche ich schon gesehen & gelesen hatte, war sie eine typische Belgraderin. Schön, Intelligent und mit ihrem weiblicher Art einfach umwerfend.

Und da kam Jelena um die Ecke. Sie hat mich sofort entdeckt. Handshaking und dann drei Küsschen (… in Serbien sind es auch drei wie bei uns, ich das vorher ergoogelt *g*). Die Beschreibung von oben passt. Genau so war sie. Eigentlich hätte ich sie in stieren Business-Kleider erwartet, dem war aber nicht so. Sie trug ein Top und eine Jeans. Die Zeit verging wie im Flug, wir haben über das Business (… so haben wir uns auch kennengelernt), die Lohnunterschiede, die Mittelklasse bei uns und Serbien, die Schweiz, die Mentalität CH-Serbien, etc. diskutiert (… sie kann perfektes Deutsch. Sie hat Germanistik studiert und in Deutschland gelebt).

Ich bekam Hunger.

Hey, wollen wir etwas essen gehen?

Fragte ich. Ihre Antwort:

Ich weiss nicht. Möchtest Du denn mit mir Essen gehen?

Ich antwortete:

Ja, sehr gerne, wenn Du das auch willst. Du scheinst mich ja auch nicht so unsympathisch zu finden, sonst wären wir ja wohl nicht mehr hier ;)

Upps! Den Spass oder den Satz verstand sie irgendwie nicht richtig und war schon fast schockiert. Ich habe es dann nochmals erklärt und dann war wieder alles in Ordnung (… ich weiss jetzt auch warum. Sie war irritiert, dass ich sie gefragt habe, dass entscheidet hier einfach der Mann).

Wir spazierten eine halbe Stunde durch die Belgrader Stadt (… sieht aus wie an der Bahnhofstrasse in Zürich, einfach x-Mal grösser & es hat viele, viele Cafés & Bars da – Zürich, bitte lernt daraus!), sind bei der grössten orthodoxen Kirche Sava vorbeigekommen und danach in der Villa Maska gelandet. Die Location ist Hammer! Eine Mischung zwischen Bar, Restaurant und Club. Wunderschön gemacht, perfektes Essen und eine super Bedienung. Das alles war aber nicht so wichtig. Ich war auf Jelena fokussiert ;)

Mir war ein Tag vorher schon aufgefallen, dass sich hier die Frauen ganz anders verhalten, als bei uns in der Schweiz (… ausgenommen wie immer die Ausnahmen – wie z.B. mein D-Date). Hier ist das Gegenüber der Mittelpunkt und das „Herz ist im Gesicht und auf der Zunge“ sichtbar bzw. zu hören. Es funkelt in den Augen, sie schaute mich den ganzen Abend an, nicht links, nichts rechts, kein Handy, keine Wort oder Lästerei über den Nebentisch. Nein. Es ging um uns beide und um nichts anderes. Wir haben gelacht, gestaunt (… vor allem sie, über die „komischen & kalten Eigenschaften“ der Schweizer/innen – ich habe ihr einiges erklären müssen). Auch ein Thema waren die serbischen Männern und starke serbischen Frauen (… sie findet hier kein Mann, welcher mehr verdient als sie, eine Wohnung hat und eine Beziehung möchte – sobald die Geld haben, wollen sie scheinbar nur noch rumficken).

Der Abend war toll und ich habe ihn sehr genossen. Es war schon bald 24 Uhr und sie „musste“ ins Bett (… sie hat mich vorher schon gewarnt, die Leute in der Mittelschicht von Serbien sind sehr pflichtbewusst). Natürlich habe ich bezahlt (… etwas anderes wäre undenkbar), ca. 50 Euro. Es war etwa ein 1/5 eines Durchschnitt-Monatslohnes von da. Bei uns gibt es dafür nicht einmal das Essen für eine Person & der Wein). Ich habe sie noch ein paar Meter begleitet (… sie hat eine eigene Wohnung, muss das aber vor den Männern verheimlichen, die drehen sonst durch, die wohnen meistens bis 35j. bei ihren Eltern). Aus der Verabschiedung wurde ich nicht ganz schlau… sie ist schwer zu durchschauen (… das Sternzeichen Zwilling). Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich mich natürlich verlaufen (… ich bin ein Orientierungsbanause) und habe mir dann ein Taxi geschnappt.

Im Hotel angekommen, ins Bett.  Habe mir den Abend nochmals durch den Kopf gehen lassen… Es ist da etwas, das gibt mir zu denken & beschäftigt mich. Es sind die Menschen, die Frauen, die Gesellschaft in der Schweiz. Es macht mich traurig (… der Südländer in mir, vermisst das pulsierende & herzliche Leben wie hier). Traurig zu sehen wie die Menschen teilweise in der Schweiz miteinander umgehen, wie sie leben (… oder eben auch nicht). Anyway. Jelena hat bald Prüfungen und viel Stress im Moment, in einem Monat werde ich wieder nach Belgrad reisen… ich will sie wiedersehen!

Reminder an mich selbst: Aufpassen, es ist eine Zwillingsfrau! Gefährlich…

Update vom 24. Mai 2011: Aus diesem privaten Kontakt konkretisiert sich nun ein Business-Case, welcher im Moment in Arbeit ist. Wenn es klappt, werde ich bald zwischen Belgrad und Zürich pendeln und in Belgrad bald eine Wohnung haben. Sonst wird mit Jelena nichts weiter passieren, wir haben das besprochen und es wird leider beim Business bleiben. Belgrad, ich komme! ;)

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