Posts Tagged ‘Kolumne’

Alter Mann im Rollstuhl

Quelle: sxc.hu (Betacam)

Das Wetter hier kalt und grauenhaft. Vor ein paar Tagen lag ich noch bei 30 Grad am Strand mit einem Bier in der Hand und habe mir um 10.00 Uhr den Hasta-La-Vista Begrüssungstanz der Hotel Animation angesehen. Danach haben wir uns die Yoga-Session um 11 Uhr mit Miss V. hereingezogen, der hübschen russischen Animateurin. Parallel dazu war im Pool Waterfit mit Mr. Z. Später am Strand um 13 Uhr folgte Dartspielen mit der Schwedin S., danach gab es Pause für das Animation-Team bis 15 Uhr. Auch für uns war Lunch-Pause. Dann folgte der Nachmittags Hasta-La-Vista Begrüssungstanz, Beach Volleyball mit Mr. K, Dartspielen mit S., Stretching mit Miss V. und um 21.30 Uhr abends gaben die Belly-Dance Tänzerinnen, der Fakir oder sonstige „Künstler“ ihre Show zum Besten. Später wäre Disco-Night angesagt gewesen. Mit der Betonung auf „wäre“. Denn um diese Zeit waren schon alle im Bett. Warum? Weil wir das beste Hotel in diesem Land gewählt haben. 5-Sterne, Top-Lage, beste Qualität. Leider haben wir eine Kleinigkeit übersehen.

Denn wäre wir noch eine Woche länger geblieben, hätte uns das Animations-Team adoptiert. Noch zwei Wochen mehr und wir hätten angefangen Grossmütter geil zu finden, weitere geschätzte zwei Wochen mehr und ich hätte wohl angefangen mir Gedanken über meine Hetero-Einstellung zu machen.

Vergessen. Vergessen haben wir zu schauen, welche Klientel sich im Moment in diesem Hotel aufhält. Paare, 55+. Willkommen im Altersheim!

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Sexy Barbie

Quelle: sxc.hu (Zielnet)

Schönere Menschen haben es einfacher im Leben. Egal ob im Beruf oder der Liebe. Auch bei den Männern haben es hübsche Frauen einfacher. Nett angezogen, passend geschminkt, ein hübscher Ausschnitt und ein Lächeln im Gesicht und die Männer fressen diesen Frauen aus der Hand und wollen (können?) ihnen keinen Wunsch mehr abschlagen.

  • Darf ich da schnell mal durch?
  • Sorry, aber für den Task hat es nicht mehr gereicht, mache ich morgen.
  • Aber es ware doch nur ein Glas, lieber Polizist!

Kein Problem!

Leider funktioniert das nicht bei allen. Ich bin einer von dieser Sorte und so kommt es hin und wieder zu lustigen Szenen, wie am letzten Weekend an einer Party.

Ich an der Bar, warte seit längerem „in der Schlange“ um mein Drink vom Barkeeper zu bekommen. Da pirscht sich eine Dame von hinten an mich heran, kommt mir so nahe, dass ich ihr Parfüm riechen kann. Hübsch, schwarze lange Haare, High-Heels, knappes Outftit und ein leckerer Ausschnitt und schaut mich mit ihren Rehaugen an.

Ich muess da schnell durre!

Meine Antwort:

Nein

Sie meint:

Hey, tue ned so blöd!

Und versucht sich an mir vorbeizudrängeln.

Mädel, so geht das nicht! Es fehlt „dörf ich“. Ich fasste sie sanft an den Schultern und zog sie zurück. Da flippt sie aus.

Was langsch mech a. Ich wott nur en Drink!

… und stösst mich weg. Hinter mir schüttet jemand den Drink aus…

Kurzfassung: Es gab einen lauten Streit. Der Security kommt, sie legt sich auch mit ihm an und motzt weiter herum. Der Security schmeisst sie raus. Danke. Er war auch immun.

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Gangschaltungs Knüppel

Quelle: sxc.hu (Stocker)

Ein Leben auf der Überholspur. Dieser Satz trifft es wohl sehr genau wie mein Leben die letzten paar Jahren verlaufen ist. Da soll einmal einer sagen das Single-Leben sei einsam und langweilig! Ich habe hunderte E-Mails getippt, tausende SMS geschrieben, stundenlang telefoniert, viele neue Bekanntschaften gemacht und hatte mehr Sex als in meiner letzten festen Beziehung. Bin tausend Kilometer zu Dates geflogen, habe mich in die Welt der Swingerclubs einführen lassen, hatte so viele parallele Affären, dass ich neue Bettwäsche kaufen musste und die Zahnbürsten mit Namen versehen habe. Ganz zu schweigen von den anderen Exzessen in welchen ich geliebt und gelebt habe.

Fifty Shades of Grey ist eine Kindergeschichte dagegen. Ins Detail kann ich hier nicht gehen, jugendfrei und so. Doch dieses Weekend war too much. Dabei war es doch gerade so schön. Drei hübsche, nackte und willige Frauen in der Wohnung zu haben – was will man(n). Aber nein, es sollte nicht sein. Meine Gedanken und Gefühle machten mir einen Strich durch die Rechnung und meine Männlichkeit versagte. Wenn der Körper nicht mehr mitmacht, ist es Zeit aufzuhören. Also klaube ich nun einer meiner Vorsätze für dieses Jahr aus der Schublade.

Micha, nimm Dir mehr Zeit für Dich!

Es ist an der Zeit ein Gang herunterzuschalten… (*)

(*) So einfach ist das nicht… von 100% auf 0% herunterzuschalten geht nicht habe ich gemerkt, ich brauche noch ein wenig Zeit ;)

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Toter Baum mit Himmel

Quelle: sxc.hu (Stevekrh19)

Es gibt Tage, da bin ich „nicht richtig anwesend“. Wie heute. Die Kolumne fertig geschrieben und nicht gespeichert.

Beenden ohne zu Speichern?

Ja, natürlich!

Super Micha. Ein paar Minuten später habe ich bemerkt, dass ich dasselbe Thema schon im letzten Herbst hatte nur mit einem anderen Erlebnis. Also nochmals von vorne. Ich bin noch nicht angekommen. Nach mehreren Monaten im Ausland, fällt es mir schwer mich hier wieder einzuleben.

Es ist Herbst, es ist kalt hier. Nicht nur das Wetter auch die Menschen. Es fehlt der nötige Respekt, es fehlt am netten Umgang miteinander, es fehlt die Sonne und es fehlt gutes Essen und Trinken zu einem vernünftigen Preis.

Letzte Woche hatte ich ein Date mit einer meiner Affären. Ich habe mich darauf gefreut. Doch es blieb beim zusammen Wein trinken. Ich hatte keine Lust auf Sex. Nein. Es war nichts persönliches, es hat in diesem Moment einfach nicht gepasst für mehr. Dieses Wochenende habe ich meine Wohnung wieder auf Vordermann gebracht aber der Koffer steht immer noch in der Wohnung, denn an diesem Freitag geht es schon wieder los. Nicht dahin woher ich hergekommen bin, egal. Hauptsache einfach wieder weg!

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Hochzeitsring mit Frauenhand & Männerhand

Quelle: sxc.hu (Bjearwicke)

Und bis dass der Tod uns scheidet!

Ich mag diese Phrasen, sie hören sich so schön an. Ich mag Hochzeiten. Am Weekend war es wieder soweit. Einer meiner Kollegen hat den Hafen der Ehe angesteuert, ich habe meinem besten Anzug wieder einmal frische Luft gegönnt, mir den Bauch mit Leckereien vom Apero-Büffet vollschlagen und einen guten Weisswein getrunken. Ich freue mich für meinen Kollegen. Es ist ein tolles Gefühl die beiden in Freude und Glück zu sehen.

Das waren jetzt die schönen Seiten. Weniger schöner ist es, als Single-Mann da zu sein. Tatort Kirche. Alle Pärchen verfolgen was da vorne passiert und schauen sich verliebt an – ja, da möchten sie auch bald stehen. Und ich? Ich frage mich, was das Theater soll und rufe mir die letzten Scheidungsstatistiken ins Gedächtnis – um die 52%.

Zum Glück gibt es bald etwas zu Essen und Alkohol! Doch zu früh gefreut. Weit und breit keine Single-Dame zu finde mit welcher man sich betrinken könnte. Und da keine Single-Dame, sitze ich bald an einem Tisch voller Pärchen.

Wo ist denn Deine Freundin?

war die erste Frage.

Welche meinst Du?

meine Antwort. Verdutze Blicke. Statement meinerseits:

Ich glaube nicht an diesen Zirkus hier und an die Monogamie!

Ich muss jetzt nicht mehr erwähnen, dass ich an diesem Abend nicht mehr so beliebt war an diesem Tisch ;)

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Zigarette und Feuerzeug

Quelle: sxc.hu

Wohl der älteste Anmachspruch aller Zeiten. Und er funktioniert immer noch. Vor ein paar Jahren noch in jedem Club zu hören, in jeder Bar, in jedem Restaurant. Das waren noch Zeiten. Jetzt wird halt draussen angebandelt. Ein paar Tage vor der Abstimmungen „Schutz vor Passivrauchen“ publiziert die Uni Zürich etwas, was ich meinen Kunden schon lange predige. Lasst die Mitarbeiter rauchen! Denn sie arbeiten besser als die Nichtraucher und haben mehr Erfolg. Sei das im Job oder auch im Privatleben.

Wo gibt’s den neusten Tratsch und Klatsch? Wo wird über eine offene Kaderstelle als erstes gesprochen und wo findet man eine freie werdende Wohnung in Zürich? Natürlich in der Raucherecke. Im Ausgang gibt es keinen besseren Ort Single-Frauen anzusprechen als beim Rauchen. Da hat unterdessen sogar schon der eine oder andere Nichtraucher kapiert und gesellt sich zu uns – und wir haben nichts dagegen. Im Gegensatz zu den Hardcore-Nichtraucher.

Dieser „Kampf“ kommt mir vor wie mein Date damals mit der Vegetarierin.

Was? Du liebst es Fleisch zu essen? Bist Du ignorant!

und

Ein paar Gläser Wein? Das ist nicht gesund und kann gefährlich werden!

Na, und?! Es ist mir bewusst, dass es nicht unbedingt gesund ist aber Wollust und Völlerei machen Spass! Todsünde hin oder her.

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Aargauer Nummernschild

Nein. In diese Kolumne geht es nicht um die Aargauer! Also wieder alles ausser Gefahr. Oder doch nicht?! Ich bin jetzt über zwei Jahre Single und schreibe hier auch diese Zeilen schon fast so lange. Das ist meine Rekordzeit als Single. Es wird langsam gefährlich.

Das Entdeckungsfieber ist kleiner geworden, der Ausgang weniger, der Freundschaftskreis vorhanden und Bettgefährtinnen gibt’s auch in meinem Leben. Jeder Langzeitsingle kennt das. Die „Mödelis“ fangen sich einzuprägen. Ich schlafe im Bett links oder manchmal quer. Die Zahnbürste gehört ins rechte Glas, die Zahnpasta Marke ist dieselbe geblieben. Die Clubs, die Bars, die Restaurants bleiben die gleichen, wenn nicht gerade etwas Neues aufmacht in der Stadt. Das Wochenabendprogramm wird bestimmt durch Feierabendbierchen mit Freunden, durch das eine oder andere Date und durch das TV-Programm mit denselben Serien.

Scheisse, wenn ich das jetzt so durchlese, wird mir klar, dass ich jetzt eigentlich genau so Lebe, wie es mir gefällt und ich zufrieden bin mit dem aktuellen Zustand. Die grosse Frage ist jetzt, wo ist da noch Platz für eine zukünftige Lebenspartnerin?

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