Herr Müller kommt mit einer Frau an seiner Seite herein, begrüsst mich und stellt mir seine Begleiterin vor.
Guten Tag B. Darf ich vorstellen, dass ist Sandra, meine Lebensabschnittspartnerin.
Nicht seine Freundin oder seine Frau? Seine Lebensabschnittspartnerin? Hmm… das scheint modern zu sein. Was für ein hässliches Wort!

Quelle: sxc.hu (Dmitry)
Wikipedia findet dazu den Lebensgefährte und sagt zu dem Wort „Lebensabschnittspartner“ folgendes:
… es handelt sich dabei um eine Anspielung auf die Erwartung, dass die Bindung kein Leben lang halten wird. Je nachdem, ob sie von einer Person auf den eigenen Partner oder auf einen Fremden angewandt wird, kann sie scherzhaft oder auch abwertend gemeint sein …
Ich finde diese Bezeichnung sehr merkwürdig. Was sagt diese aus? Wir haben eine schöne Zeit miteinander, ficken zusammen, sind uns in dieser Zeit treu und wenn „etwas Besseres“ kommt oder der Lebensabschnitt des einen zu Ende geht, trennt man sich und „sucht“ sich jemanden Neues?
Wenn mich meine zukünftige Partnerin „nur“ als Lebensabschnittspartner vorstellen würde, hätte ich Mühe damit. Warum? Bin ich einer der hoffnungslosen Romantiker, welcher an die Liebe bis ans Lebensende glaubt? Oder zu wenig Realist? Eher nicht. Ich finde 1. man wertet den Partner/die Partnerin damit herunter, 2. man definiert etwas schon voraus. Beides Sachen mag ich nicht. Darum werde ich auch in Zukunft meine Partnerin ganz klassisch einfach meine Freundin nennen. Punkt.


