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Micha geniesst das Leben

Bild: Micha@Ada

Zur vierzigsten Kolumne darf es ein etwas tiefgründiger werden. Warum geht es im Leben, was machen wir eigentlich hier und für was ist das gut? Peter meinte zu meiner letzten Kolumne, dass Katja und ich davon keine Ahnung haben. Einspruch! Ich habe vieles in meinem Leben gesehen, viel schöne und unschöne Sachen erlebt, habe Arm und Reich die Hand gegeben. Daraus gelernt habe ich, dass es nichts Schöneres gibt, als sein mein eigenes Leben zu führen, sich nicht gross um Konventionen zu kümmern, ein Freidenker zu sein.

Think Outside of the Box

ist mein Motto, welches ich seit längerem lebe. Ich bin mir sicher, es gibt viele anderen Menschen „da draussen“ welche auch so denken, sich aber in dieser „genormten“ Gesellschaft verstecken müssen. Denn es braucht Kraft und manchmal, ja manchmal fühlt man sich dann verdammt Einsam auf dieser Welt.

Doch zurück zum Sinn. Der Sinn des Lebens. Eine Frage, welche es meiner Meinung nicht zu beantworten gibt! Für die einen ist es eine Familie, für andere Karriere und Anerkennung und wieder andere verschreiben ihrem Leben dem Sport, Tieren der Natur oder sonstigem. Ich kann mich zu keinem dieser Themen festlegen, ich lebe das Leben wie es kommt, geniesse es mit all seinen Facetten.

Denn schon morgen, kann mein letzter Tag sein!

Katzenwetter in der Schweiz. 10 Grad und Regen. Das perfekte Wetter hier. Sonne und 30 Grad. Ich sitze nun seit einer Stunde vor dem Notebook in meiner Wohnung hier und habe keine grosse Lust eine Kolumne für Zürich zu schreiben. Ich lebe im Moment ein Doppelleben.

Micha vs. Micha

Ein zu Hause in der Schweiz, eine zweite Wohnung hier, ein Geschäft in Zürich und meine zweite Firma hier. Arbeitskollegen da, Angestellte hier. Dasselbe auch mit meinen Frauengeschichten. Spass zu Hause, Spass hier. Kommt ihr noch draus? Ich langsam nämlich nicht mehr! Wo fühle ich mich zu Hause? Mit welcher Frau bin ich im Moment gerade zusammen?! Mir ist es ein Rätsel wie Kachelmann ein Leben mit sieben Geliebte (!!!) in verschiedenen Städte leben konnte. Und ja, ich gebe es zu in diesem Punkt „bewundere“ ich ihn. Doch für sein belügen und betrügen seiner „Freundinnen“ verachte ich ihn.

Micha, Du hast alles was sich die meisten Single-Männer wünschen. Hast Erfolg, bist am herumreisen und hast genug Frauen!

Hmm. Wirklich? Nein, ich will nicht lügen – natürlich macht es Spass, ist es spannend und aufregend. Aber dieses Doppelleben hat auch Nachteile. Stress, wenig schlaf, dauernd Action und viel zu wenig Zeit für mich selbst.

Manchmal frage ich mich, warum ich mir das „antue“. Ob ich mich vielleicht doch wieder auf nur eine Frau & „Leben“ konzentrieren sollte.

Stecke ich vielleicht Mitte in der Midlife Crises und habe es noch gar nicht bemerkt?!

PS: Sorry Schlapphut… aber der Titel hat hier auch so gut gepasst!

Zürich Girls

Quelle: sxc.hu (African_Fi)

Eine meiner Kolumne vor einem Jahr war „Böses Zürich & Zürcherinnen“. Geändert hat sich nichts, fast nichts. Ich habe damals geschrieben, dass ich nicht resignieren werde und trotzdem Frauen ansprechen werde. Das hat sich geändert. Seit ein paar Monaten habe auch ich die Schnauze gestrichen voll.

Vor ein paar Tagen lief auf 3sat eine Doku über Ausländerinnen, welche sich seit langem in die Schweiz integriert haben. Zitat:

An was ich mich immer noch nicht gewöhnt habe, sind die Frauen hier. Sie sind schön, sie haben einen guten Job, Geld und Sicherheit – aber sie sind so verschlossen! Wo ist ihre Lebensfreude, ihr lächeln? Sie haben doch alles!

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Was soll dieses arroganten und unfreundlichen Getue? Dieses griesgrämige „in die Welt herein schauen“? Ich höre den Aufschrei jetzt schon.

Micha, versteh doch – wir müssen uns „wehren“. Egal wo wir hingehen werden wir mit blöden Sprüchen angemacht!

Ach ja? Wirklich? Ich kann Euch auch sagen warum, weil ihr fast alle anständigen Männer (auch Alpha-Softies genannt) schon vergrault habt, diese nun resigniert haben oder eine „Ausländerin“ als Partnerin haben. Und liebe ZH-Frauen, erspart mir bitte die Kommentare „Wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es auch zurück!“ – denn mehr als lächeln und freundlich sein, kann man(n) nicht.

So, ich habe fertig! Danke an Dave für den Anstoss – es musste wieder einmal sein.

PS: Meine Single-Kolumne Kollegin Katja Bienek hat heute im Tagblatt Zürich einen weiteren grossen Auftritt. Das Interview “Der frechste Zürcher Single” findet Ihr hier (oder das PDF).

Business Frau mit Krawatte

Quelle: sxc.hu (Christgr)

Der Traummann im Jahre 2012 – es ist der „Alpha-Softie“. Das Resultat einer grossen Studie von einer Dating-Plattform. Kurz zur Erklärung. Das soll ein Mann sein, welcher erfolgreich ist, gebildet ist und gut verdient. Natürlich sollte er auch noch witzig, gefühlsvoll und häuslich sein, Kinder mögen und sich aktiv an der Erziehung beteiligen. Ach ja, gut aussehen und sexy sein nicht zu vergessen, etc. Die Liste ist noch länger… mehr dazu z.B. beim Blick.

Also, stellen wir uns einmal diesen „Mann“ im Alltag vor. 6.30 Uhr morgens, Aufstehen, duschen, rasieren. Danach Kaffee aufsetzen, nochmals kurz ins Bett zur Frau schlüpfen, ein wenig kuscheln. Der Kaffee ist fertig. Zum grösseren der Kinder ins Zimmer gehen und aufwecken. Danach mit Hybrid-Auto zur Arbeit in die Chefetage. 15 Uhr, der Chef hat jetzt frei. Trifft sich im Park mit seiner Frau, spielt mit den Kinder, danach Kaffeetrinken und ein wenig reden & lachen. Zum guten Schluss noch ein wenig shoppen. Zu Hause angekommen kümmert er sich um das Abendessen (selbstverständlich, sie hat ja den Mittag gemacht) danach folgt die Gutenachtgeschichte für die Kleinen. 21 Uhr. Er geht ins Bad, rasiert sich (von unten bis oben) und schlüpft zur Frau aufs Sofa vor den romantischen Kamin – wo der Wein schon bereit steht.

Liebe Frauen, seid ihr sicher, dass ihr einen Mann sucht?!

Das aktuelle Wetter gibt meine Stimmung wieder. Da wo ich herkomme war schönes Wetter, hier ist es trist, kalt und es regnet. Auf die Gefahr mich langsam bei den Schweizer/innen unbeliebt zu machen, mir geht es im Moment nicht so gut, ich bin traurig. Vor ein paar Monaten hat mir jemand ein E-Mail geschrieben und gemeint, ich soll doch auch einmal schreiben, wenn es mir nicht gut geht – nicht immer nur Judihui. Voilà! (*)

Eingesperrt

Quelle: sxc.hu (Amirhd)

Eigentlich sollte man sich ja freuen “nach Hause” zu kommen. Ich tue es nicht. (**) Wehmütig habe ich gestern meine paar Sachen zusammengepackt (… der grössere Teil bleibt in meiner Wohnung da). Der letzte Abend habe ich mit Freunde an der “Copacabana” von Belgrad verbracht, an der Ada Ciganlija mit Speiss und Trank, Live-Musik, gutem Essen & einen leckeren Wein. So sollte das Leben nach einem harten Arbeitstag sein.

Eine Überleitung finde ich keine. Ich sass vor ein paar Stunden im Flieger, hatte fast Tränen in den Augen (… wie jedes Mal wenn ich aus einem anderen/oder südlichen Land zurückkomme). Wieder zurück, in die Kälte (… und ich meine jetzt damit nicht das Wetter), in die perfekt organisierte, durchstrukturierte, geplante und verplante Schweiz.

In ein paar Wochen bin wieder weg… Hvala!

(*) Vor knapp einem Jahr im Sommer geschrieben, nicht veröffentlicht. Die fast selbe Stimmung im Moment. Darum jetzt veröffentlicht.

(**) 2012. Es gibt doch das eine oder andere, worauf ich mich freue! ;)

Junger und alter Mann

Quelle: sxc.hu (Gonharo)

9.30 Uhr. Samstagmorgen. Mir tun meine Gelenke weh. Ist dieses blöde Bett hier in meinem Apartment unbequem. Ja, dieses Jahr findet meine Geburtstagsparty im Ausland statt. Dauert aber noch ein paar Stunden. Ich stehe auf, gehe in das kleine Badezimmer, nerve mich über den lauten Lüfter und die monotone laute Musik vom Nachbarskaffee – welches seit nun fast zwei Wochen dieselbe Playlist spielt. Schaue in den Spiegel und denke:

So sieht man also mit 37 Jahren aus!

Ich rede mir ein, dass es damit zu tun hat, dass ich nicht rasiert bin und die letzten zwei Tage krank im Bett gelegen habe – das hilft!

Geduscht, rasiert, die Zähne geputzt. Jetzt noch einen Kaffee und dann sieht die Welt wieder freundlicher aus! Netbook auf, Internet an, als erstes Facebook checken. Die ersten Glückwünsche sind schon nach Mitternacht angekommen, laufend gibt’s neue. Dasselbe auf dem Handy, die Schweizer SIM-Karte rein und es fängt an zu Piepsen. Dankeschön!

Als letztes sind die E-Mails dran. Ein Gutschein da, ein Gutschein hier. Zu früh, noch niemand am mailen. Aber was sehe ich, da rechts im Balken? „Besorgen Sie es ihrer Frau wie früher!“ (natürlich mit Viagra) und weiter „Angebot für inkontinente Männer“ (sportliche Hightech-Unterwäsche).

Danke, liebe Marketingfuzzis – wie schön es sich doch anfühlt schon als alter Sack abgestempelt zu werden! ;/

*** Endlich fertig geschrieben. Nach eurem Wunschkonzert.

Tatort: 23 Uhr auf Facebook. Miss Unbekannt, Jeremy, zwei andere Damen und meine Wenigkeit hatten wieder einmal eine lustige Diskussion auf der Pinnwand von Jeremy. Eigentlich ging darum, dass TKKG.ch wieder einmal in der Welt herumfliegt… irgendwie sind wir dann aber beim verkuppeln, dem ersten Kuss und bei Gruppensex gelandet. Das hat mich inspiriert zu diesem Beitrag ;)

Video: D&G Spot “Ménage à trois”

Eigentlich ist das Video nicht ganz richtig, die Konstellation darin ist falsch. Im Jargon nennt sich das MMF* (Mann-Mann-Frau). Mein erstes Mal ein Dreier war aber ein FFM (Frau-Frau-Mann).

Ich mag mich noch sehr gut daran erinnern (… nicht so wie an den ersten Kuss, liebe FB-Freunde *g*). Es war ein lauer Sommerabend, ich war mit meiner damaligen Kollegin Kristina unterwegs, wir haben uns zwei Flasche Wein am Bahnhof geholt, spazierten in den Park und haben das Wetter genossen. Es wurde später, die erste Flasche Wein war leer, wir hatten es lustig und waren aufgedreht. Haben gelacht, haben uns gefoppt und irgendwann angefangen zu knutschen. Es wurde langsam dunkel, stiller und nicht mehr viel los am Abend in dieser Region. Das darum war auch gar nicht mehr so wichtig – bis zum “Ring Ring” einer Velo-Klingel. Wer stört uns da?! Kristina sass auf mir, drehte sich um, ich sah etwas, sie auch.

Hey Kris, was macht ihr da?!

Es war eine ihrer Kolleginnen. Nennen wir sie hier einmal Renate. Renate war in der Region als “kleine Schlampe” bekannt und ein paar Jahre älter als Kristina. Einen direkten Kontakt hatte ich bisher noch keinen. Nur “Hallo” und “Tschüss” von Partys & Co. Kristina meinte grinsend:

Wir machen nur ein wenig rum, willst Du auch?

Was wohl im ersten Moment nur als Joke gedacht war, wurde in den nächsten Stunden real. Kein grosser Kommentar von ihr, es folgten Taten. Zuerst “schubste” sie Kristina von mir runter, setzte sich auf mich und drückte mir ihr Becken gegen meine schon recht volle Jeans. Kristina war ein bisschen überrascht, lies sich das mit dem wegschubsten aber nicht einfach so gefallen. Um das ganze zu kürzen, die beiden fingen an sich zu necken, zu hauen und versuchten sich gegenseitig zu beissen. Girls Fight! Irgendwann wurde es mir zu kindisch:

Hey, seit lieb zueinander!

Natürlich war es wieder Renate, welche zuerst darauf antwortet:

Wie liebt meinst Du?

Ok, provoziert mich nur! Dachte ich mir.

Wie liebt könnt ihr dann sein?

Da meldet sich Kristina zu Wort.

Grins. Wenn Du nur wüsstest…

Okey, mir war schon klar auf was sie herauswollten. Es gab da schon das eine oder andere Gerücht über Renate und Geschichten mit Frauen, an diese glaubte aber niemand so wirklich (… zu brav, wir lebten auf dem Land *g*).

Anyway, ein paar Minuten später, die Situation die folgende: Dieses Mal wieder Renate sitzend auf mir, Kristina sitzend daneben. Beide angezogen. Renate küsste mich (… der erste Kuss mit einer “neuen Frau” - immer sehr spannend!), verdeckte mir dabei die Sicht. Ich bekam gar nicht recht mit, was sonst noch passierte. Da waren Hände auf meiner Brust, Hände an meinen Beinen, wanderten die Beine hinauf. Nachdem mein T-Shirt schon ausgezogen war, die beiden sich gegenseitig küssten, ein drauf und drüber war setzte mein Verstand ein (… ich war noch jung und brav, öffentlicher Sex? Pfui!). Ich war zwar jung, aber ich hatte etwas, was viele in meinem Alter damals noch nicht hatten. Eine eigene Wohnung direkt im Zentrum, nicht weg von diesem Park.

Dort angekommen ging es Zack-Zack. Wo hast Du den Wein? Gläser?! Brauchen wir keine. Wo ist das Schlafzimmer? Aehm, ja. Der Wein ist in der Küche, das Schlafzimmer hier um die Ecke. Braucht ihr mich noch? Komische Situation. Die beiden verzogen sich ins Schlafzimmer, liefen grinsend an mir vorbei. Hmm. Zwei Frauen, in meinem Bett? Was nun? Micha, Hirn einschalten – oder ausschalten? Überforderung! Ich hatte ein wenig Angst. Zuerst habe ich mir ein Bier geholt, bin auf den Balkon raus und habe eine Zigi geraucht. Was nun? Hinten in der Wohnung kichert es, “Hmm” und “Jaaaaa”-Geräusche. Was tun die da?! Verarschen sie mich nun oder tun die echt was miteinander? Das waren die Fragen, die mich damals beschäftigt haben. Darüber kann ich heute nur noch schmunzeln ;)

Ja, sie taten was miteinander. Und wie. Als ich dann endlich den Mut hatte in MEIN Schlafzimmer hereinzuschauen, vergnügten sich die beiden schon miteinander und viele Kleider hatten sie auch nicht mehr an. Ein Traum ging in Erfüllung! Ich hätte die Hände überall, die Münder, der Geruch von zwei Frauen an Händen und am und im Mund, gerochen, gefühlt, geleckt. Was unten und oben war, was wem gehörte und was woher kam? Keine Ahnung mehr. Es war einfach nur geil! Zwei nackte Frauen, liegend nebeneinander auf dem Bett, aufeinander. Zwei feuchte Muschis, vier Brüste… alles doppelt ;) ABER, es war nicht wie im Porno wie z.B. beide Frauen aufeinander, zuerst in die eine, dann in die andere herein, etc. Nein. Es war schöner, erotischer und nicht so “kalt”. Denn wie gesagt, ich war noch unerfahren, jung und unverdorben! :) Ach, ich komme gerade so schön ins Schwärmen… waren das schöne Stunden!

Und ja, man/n kann sagen der Alkohol war daran Schuld. Egal! Ich habe es jedoch nie bereut, die Kollegschaft mit Kristina hat sich noch Jahre weiter gehalten. Später hat sich dieses Erlebnis wiederholt (… nicht mit den beiden), hat jedoch dieses erste Mal nie toppen können. Nicht weil es kein “erste Mal” mehr war, sondern weil es in anderen Konstellationen passiert ist bzw. sogar geplant war (… das tönt jetzt sehr “technisch” *g*).

Mein Fazit aus allen diesen Erlebnissen: Als Abwechslung gerne willkommen. Für alle Männer, welche noch nie einen Dreier erlebt haben (… und es einer der grössten Wünsche ist). Glaubt mir, in Fantasie ist es viel toller als in der Realität, denn eine Frau alleine kann schon viel fordern und bei zweien darf man keine der beiden vernachlässigen (… das kann böse enden!). Bedeutet gleich viel Aufmerksamkeit für jede = viel “Arbeit” ;)

* Muss hier nicht erklärt werden… die betreffende Leserin wird den Hinweis erkennen ;)

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