Archive for the ‘Singletagebuch’ Category

Pink Hotelbar

Quelle: sxc.hu (EperAgi)

Vor ein paar Tagen, früh am Morgen. Es geht von Belgrad nach Hamburg für ein Meeting. Ich frage mich jedes Mal, warum man Telefon- und Videokonferenzen erfunden hat, aber scheinbar ist das in vielen Köpfen noch nicht angekommen. Also fliege ich halt in der Weltgeschichte herum.

Ein paar Stunden später angekommen, Taxi, Meeting, Mittagessen, Meeting. Einchecken im 5-Stern Hotel. Abendessen mit einem Kollegen. Zurück ins Hotel. Uff. War das ein Tag.

Müde setzte ich mich an die Hotelbar für meinen Feierabend-Drink. Es war schon spät. Ein Pärchen und ich waren die einzigen Gäste. Ich bestellte mir einen Whisky (Singel-Malt, pur) beim Barkeeper und ging den Tag in Gedanken nochmals durch. Versunken darin, nahm ich gar nicht wahr, dass ich unterdessen eine Nachbarin bekommen hatte. Ich schätzte sie auf Mitte dreissig, hübsch, braune Augen, zusammengebunden schwarze Haare im eleganten Hosenanzug. Ein fast leeres Glas Rotwein stand vor ihr und sie schaute mich an. Ein bisschen verwundert erwiderte ich ihren Blick. Sie lächelt mich an, ich zurück. Ein paar Sekunden später kommt sie zu mir und drückt mir eine Schlüsselkarte in die Hand und sagt „Room 353. See you!“.

Also ich habe schon viel erlebt. Aber das übertraf alles. Verdutzt trank ich den letzten Schluck von meinem Whisky aus, ging zur Rezeption, gab die Schlüsselkarte mit dem Kommentar „Gefunden, gute Nacht!“ ab und ging auf mein Zimmer.

Sorry liebe Dame vom Raum 353, im Moment habe ich keine Lust auf eine solche Nacht!

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Danke Katja! Ich kann Dir nur zustimmen (ihre Kolumne). Die Frauen sollten sich über Blicke von uns Männer freuen. Aber nein. In der Schweiz gibt es dann bei den meisten Frauen einen ganz bösen Blick zurück und man(n) steht als Depp da. Frauen hier nehme das als Kompliment, lächeln zurück und ihr Tag geht mir einem gestärkten Ego weiter.

Sonnenuntergang in Belgrad

Sonnenuntergang in Belgrad

Wo ist hier? Hier in Serbien, genauer Belgrad. Ich wollte Euch ja eigentlich neidisch machen und diese Kolumne bei 40 Grad in der Sonne schreiben, daraus wird aber leider nichts. Seit gestern ist es hier bewölkt und in der Schweiz ist‘s schön. Mist!

Vor knapp zwei Monaten war ich das erste Mal hier und jetzt? Seit ein paar Tagen lebe ich nun hier in meiner 2.5 Zimmer Wohnung. Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt: Hey, in einem Jahr wohnst Du bei den „Jugos“ – hätte ich diese Person für verrückt erklärt. „Weil sich das Leben nicht immer an unsere Pläne hält!“ ist zwar nur ein Webeslogan – aber er stimmt.

Hier bin ich nun, arbeite und geniesse das Leben. Es gefällt mir. Die Menschen sind gut drauf, das Essen ist lecker, es gibt viele Bars und Cafés und es darf geraucht werden – überall. Die Frauen? Ich zitiere einen Kollegen: „Die Serbinnen sind gross und schön, so was von schön, dass man schon scharf sagen muss.“. Mehr dazu muss ich nicht sagen!

Do sledeceg puta!

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